Sanieren und Dämmen

Vergleichen lohnt sich

Bis zu 30% sparen

Bodendämmung im nicht unterkellerten Haus

veröffentlicht am 8. November 2016 | Kategorie: Dämmen

Nachdem Bauherren ihre Haushülle gedämmt haben, lenken sie ihre Konzentration auf die letzte Maßnahme: Die Dämmung der Bodenplatte. Mit der Bodendämmung können Sie Heizkosten sparen und den Wohnkomfort erhöhen.

Bodenplatte auf einer Baustelle

Viele Bauherren verzichten aus Kostengründen oder der Überzeugung, den zusätzlichen Raum nicht zu benötigen, auf einen Keller. Unverzichtbar ist in diesem Fall die Dämmung der Bodenplatte – sie senkt die Energiekosten der Hausbesitzer. Welche Möglichkeiten der Bodendämmung es gibt, erfahren Sie im Anschluss.

Hohe Heizenergieverluste ohne Bodendämmung

Jedes Haus besitzt eine Bodenplatte; doch nicht bei allen Immobilien wurde diese gedämmt. Das Problem: Der ans Erdreich angrenzende Boden kommt im Winter mit der kalten Erde in Kontakt. Hausbesitzer bzw. Mieter müssen Heizenergieverluste von bis zu zehn Prozent aus der eigenen Tasche zahlen.

Auch wenn der Wert von zehn Prozent unbedeutend klingt, kann er in Mehrkosten von einigen hundert Euro pro Jahr resultieren. Veranschaulichen Sie sich das nachfolgende Beispiel anhand des Heizspiegels 2015:

Die Besitzer eines Gebäudes mit einer Wohnfläche von 160 Quadratmetern zahlen jährlich 2.288 Euro für Heizöl. Wäre die Bodenplatte des Gebäudes gedämmt, würden seine Besitzer 228,80 Euro weniger zahlen.

Gerade beim Neubau sollten Bauherren nicht an der falschen Stelle sparen. Problematisch sind Maßnahmen, die man später nicht mehr nachrüsten kann. Durch eine Bodendämmung sowie weitere Maßnahmen aus dem Bereich der Wärmedämmung kann auch mit einem moderaten Budget ein U-Wert von 0,16 W/(m2K) erreicht werden.

Perimeterdämmung: Bodendämmung für den Neubau

Die Perimeterdämmung gilt als Standard bei der Dämmung eines Neubaus, um moderne energetische Standards zu erreichen. Der größte Vorteil ist die Eignung für unterkellerte und auch nicht unterkellerte Immobilien. Des Weiteren ist der Tiefbauaufwand gering.

Für die Perimeterdämmung stehen zahlreiche Dämmstoffe zur Auswahl. Sie müssen dem hohen Druck sowie der Feuchtigkeit im Erdreich standhalten. Diese Kriterien erfüllen Dämmstoffplatten aus Polystyrol (Styropor) in den Ausführungen EPS sowie SPX.

Der U-Wert der Dämmplatten hängt von ihrer Dicke ab. Bis vor kurzem war nur die einlagige Dämmung der Bodenplatten erlaubt; inzwischen können einige Produkte mehrlagig verwendet werden. Aber: Die Dämmschicht darf in der Gesamtdicke maximal 30 Zentimeter betragen.

Alte Immobilie: Bodendämmung ohne Keller

Während Häuslebauer bei ihrer neuen Immobilie keine Probleme mit der Bodendämmung haben, sieht es bei Bestandsgebäuden anders aus. Die Bodendämmung eines Altbaus ohne Keller ist ein komplizierteres Unterfangen:

  1. Die Dämmung muss unter den Estrich verlegt werden. Ist dieser bereits vorhanden, müssen Sie ihn entfernen – und das ist ein großer Aufwand.
  2. Die Dämmstoffdicke reduziert Ihre Raumhöhe. Bei alten Gebäuden ist das kein großes Problem, da die Raumhöhen großzügig sind. In neueren Immobilien büßen sie rund acht Zentimeter (empfohlene Materialstärke) ein.

Mit weiteren Problemen ist bei den Türen zu rechnen. Wenn das Dämmmaterial zu dick ist, lassen sich die Türen nicht mehr öffnen. Das Problem können sie auf zwei Arten lösen: Sie kürzen die Türen oder verwenden Vakuum-Dämmstoffplatten, die besonders dünn sind und eine gute Dämmwirkung aufweisen.